Besonders viele Neozoen (Neubürger) gibt es unter den Entenverwandten. Gerade Entenvögel werden nämlich gerne von Liebhabern gehalten und gezüchtet und immer wieder geraten Gefangenschaftsflüchtlinge in die Natur. Besonders in jüngster Zeit haben es einige Arten geschafft, sich bei uns zu etablieren. Zu den etablierten Arten ist die Mandarinente aus Japan und China zu zählen oder die Kanadagans, die wie ihr Name verrät aus Nordamerika stammt. Besonders erfolgreiche Einwanderer sind die Nilgänse, die ursprünglich aus Afrika stammen und wie Brandgans und Rostgans, die bei uns ebenfalls als eingebürgert anzusehen sind, zu den Halbgänsen gerechnet werden. Erst 1977 wurde das erste Nilganspaar auf der niederländischen Seite des Niederrheins entdeckt, 1986 erfolgte der erste Brutnachweis für den deutschen Teil des Niederrheins, doch schon bis 1995 war die niederrheinische Brutpopulation auf 120-150 Brutpaare angewachsen. Heute wird der Bestand an Nilgänsen in Deutschland auf mehrere zehntausend Tiere geschätzt, mit immer noch steigender Tendenz.