Vogel des Jahres 2022:  Wiedehopf, Eurasian Hoopoe, Hop - Upupa epops

 

Der Wiedehopf ist Vogel des Jahres 2022. Früher war er in Deutschland weit verbreitet, heute gilt er als gefährdet: Es gibt zu wenig geeignete Lebensräume für ihn mit entsprechender Nahrung, die vor allem aus größeren Insekten und deren Larven besteht. In wärmeren Regionen wie z.B. am Kaiserstuhl in Südwestdeutschland wächst der Wiedehopf-Bestand jedoch seit einigen Jahren wieder. Der Vogel ist nämlich sehr wärmeliebend und wird wohl auch in Zukunft vom Klimawandel profitieren können. Zur Zeit gibt es 800- 950 Brutpaare in Deutschland.


Besondere Vogel-Beobachtungen  im Herbst 2021


Zwergschwan, Bewick's swan, Kleine zwaan - Cygnus columbianus bewickii

Zwergschwäne brüten in der russischen Tundra und überwintern in Nordwesteuropa. Diese drei Vögel rasteten vom 12. 11. - 22.11. auf einem abgeernteten Maisfeld in Borken-Marbeck  und ließen mich sogar nahe genug heran, um diese Fotos machen zu können. Von Zeit zu Zeit erhoben sie sich in die Lüfte, drehten ein paar Runden, kehrten aber immer wieder auf dasselbe Feld zurück. In früheren Jahren habe ich Zwergschwäne nur sehr selten z.B. bei Schenkenschanz am Niederrhein beobachten können. Am Unteren Niederrhein liegt auch das bedeutendste Rast- und Wintervorkommen in Nordrhein-Westfalen. Der Winterbestand wird landesweit auf bis zu 100 Individuen geschätzt (2015).

Rote Liste 2016 NRW (Wandernde Vogelarten): 1 (vom Aussterben bedroht)

 


Diesen weiblichen Fichtenkreuzschnabel (  Red Crossbill female, Kruisbek vrouwtje - Loxia curvirostra) konnte ich am 2. 11. an einer Futterstelle im Kreis Borken ablichten. Zuvor hatte ich bei uns noch nie Kreuzschnäbel aus der Nähe fotografieren können. Kreuzschnäbel sind ganzjährig in nordischen Nadelwäldern anzutreffen, wandern bei Nahrungsknappheit aber regelmäßig nach Süden und Westen. Manchmal kommt es zu regelrechten Massenwanderungen. Man übersieht die Vögel aber auch, weil sie sich in den Spitzen von Nadelbäumen aufhalten und bei der Nahrungssuche meist stumm sind.

 


Insektenvielfalt im Hochsommer


Der Hochsommer (Juli/August) ist die Zeit der Insekten. Die Vögel haben gebrütet, singen nicht mehr und sind unauffällig geworden. Die ersten Zugvögel verlassen uns bereits wieder. Auf den Wiesen und an den Feldrändern, die nicht gemäht oder gespritzt wurden, explodiert dagegen das Leben. Alle  hier gezeigten Aufnahmen stammen von unserer kleinen, naturbelassenen Wiese und sind jetzt im Juli und August entstanden. Sie zeigen nur eine kleine Auswahl der vielen Arten, die allein auf der nur einen halben Hektar großen Wiese zu finden sind. -

Den Schwebfliegen ist neuerdings eine eigene Rubrik auf dieser Seite gewidmet. Die ersten Arten sind seit dem 9. 8. 21 online, weitere werden folgen!


 

 


                    Natur erleben und Natur bewahren

 

Nichts ist spannender und interessanter als die Natur in all ihren Facetten. Die Artenvielfalt der Insekten, der Vögel, der Fische, der Säugetiere, der Pflanzen, scheint unerschöpflich zu sein. Ein Leben reicht bei Weitem nicht aus, um alles bestaunen und bewundern zu können. Und doch: Natur ist verletzlich, Arten verschwinden für immer und ganze Ökosysteme sind in Gefahr. Die vorhandene enorme Vielfalt möchte ich hier wenigstens zum Teil zeigen, in der Hoffnung, vielleicht einen kleinen Beitrag zu ihrem Schutz zu leisten. Möge die Biodiversität auch unseren Kindern und Enkeln und entfernten Generationen erhalten bleiben!

 


SCHWEBFLIEGEN

(mit  zur Zeit 55 Arten, 4. Juli 2022)