Die Hochzeit der Stelzenläufer

Das Weibchen fordert das Männchen zur Paarung auf, es neigt Rumpf und Kopf leicht.

 

 Das Männchen geht ums Weibchen herum und schaut sich das erst einmal genauer an.

Wenn Stelzenläufer paarungswillig sind, fliegen die beiden Partner  in das seichte Wasser in der Nähe ihres zukünftigen Neststandortes.

Es sieht so aus, als ob das Männchen noch nicht recht bei der Sache ist.

Das Weibchen fordert das Männchen zur Begattung auf. Dazu stellt es sich mit leicht nach vorn geneigtem Rumpf und in der Verlängerung des Rumpfes mit ausgestrecktem Hals und Kopf reglos hin. So verharrt es eine ganze Weile, kann dabei aber eine ganz charakteristische Rufreihe ertönen lassen.

Aber noch mal schauen, kann es ja!

Das Männchen fliegt oder rennt augenblicklich herbei, nähert sich dem Weibchen von hinten, stellt sich dann an seine Seite, wechselt hinten herum auf die andere Seite und wiederholt das Seitenwechseln mehrmals.

Erneut umschleicht das Männchen das Weibchen, diesmal aber auf Tuchfühlung!

Wenn es neben dem Weibchen steht, taucht es die Schnabelspitze ins Wasser und lässt das Wasser durch Hin- und Herschwenken des Schnabels hoch spritzen. Sobald sich das Männchen von vorn nähert, dreht sich das Weibchen, behält seine Haltung aber bei. Manchmal lässt es auch Wasser hoch spritzen.

Von der rechten Seite aus kuschelt es sich an.

Endlich steigt das Männchen meistens von der linken Seite auf, beugt die weit über den Schwanz des Weibchens herausragenden langen Stelzenbeine, balanciert mit den Flügeln und streckt diese, wenn es sein Gleichgewicht gefunden hat, senkrecht hoch.

 

Es wechselt die Seiten und lässt mit seinem Schnabel Wasser hoch spritzen.

Die Beschreibung des Sexualverhalten des Stelzenläufers ist zu finden im Handbuch der Vögel Mitteleuropas, Glutz von Blotzheim, Bauer  Bezzel, Band 7 - Charadriiformes (2.Teil), Seite 726 f., Wiesbaden.

 

Noch einmal wechselt das Männchen die Seite.

Diesmal lässt das Männchen von der rechten Seite das Wasser hoch spritzen.

Sie hält noch immer reglos still.

Erneut wird die Seite gewechselt und Wasser hoch geschleudert.

Und dann besteigt das Männchen das Weibchen von der linken Seite aus.

Er hat sein Gleichgewicht gefunden und stellt die Flügel hoch.

Ununterbrochen ertönen seine Rufe.

Die Paarung wird vollzogen.

kleine Liebkosung danach beendet die vertraute Gemeinsamkeit.

Man geht wieder getrennte  Wege, doch man behält sich im Auge.

 

Weitere Infos zum Stelzenläufer im Natur-Lexikon: 

 http://www.natur-lexikon.com/Texte/HWG/002/00147-Stelzenlaeufer/HWG00147-Stelzenlaeufer.html