Kurz nach Sonnenuntergang öffnen sich die großen gelben Blüten der Nachtkerze (Oenothera grandiflora) in nur wenigen Minuten, um dann nur zwei Nächte und einen Tag geöffnet zu bleiben. Nachtfalter naschen von den klebrigen Pollen, die an den Staubgefäßen hängen und fliegen von Blüte zu Blüte. Bald darauf welken die Staubgefäße. Im Sommer blühen Nachtkerzen bei uns an trockenen Straßenrändern, auf Sandflächen, Brachen  und in verwilderten Gärten.  Erst seit 300 Jahren sind sie in Europa beheimatet.